NEUENTDECKUNG: Bisher unbekannte italienischsprachige Kronen-Banknoten

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NEUENTDECKUNG: Bisher unbekannte italienischsprachige Kronen-Banknoten

In Italien tauchte vor Kurzem die abgebildete, bisher unbekannte Ausgabe von Kronen Noten auf. Die Noten stammen aus der Zeit des 1. Weltkriegs und haben das Design der damals in Italien kursierenden Noten. Sie lauten auf 1, 2, 5 und 10 Lire und sind diagonal, in schwarzer Schrift jeweils mit dem gleichen Wert in Kronen (italienisch: „Corone“) überdruckt. Sie tragen eine Serie und KN und haben kein Wasserzeichen. Auf der Rückseite haben sie – im Unterschied zu den Originalnoten – eine aufgeklebte, mit einem Frauenkopf versehene – Fiskalmarke.

Laut der Recherché des italienischen Sammlers und Banknotenhändlers Gerardo Vendemia handelt es sich um Probedrucke für eine geplante Ausgabe. Alle vier Noten dürften vermutlich im Jahr 1915 hergestellt worden sein. Italien war zu dieser Zeit Kriegsgegner Österreich und zielte auf eine Eroberung der zu einem großen Teil italienischsprachigen Gebiete in Trentino und Triest ab. Für den Fall des erhofften Sieges wollte man Vorsorge tragen und bereitete Banknoten vor, um die in diesem Fall vom österreichischen Geldkreislauf abgeschnittenen Gebiete mit notwendigen Zahlungsmittel zu versorgen.

Die Banknoten mussten einerseits die Erfordernisse an Fälschungssicherheit erfüllen und anderseits gut von den in Italien kursierenden Noten unterscheidbar sein. Sie wurden nicht – wie sonst zu dieser Zeit üblich – in den Filialen der Nationalbank in Neapel und Sizilien gedruckt, sondern der Auftrag ging an eine externe Firma,  eine staatlichen Druckerei in Turin.

Die Banknoten stammen lt. Auskunft von Vendemia übrigens aus privater Hand. Der Besitzer konnte sie im italienischen Banknotenkatalog nicht finden und wandte sich so an den Vendemia. Die Banknoten bekam er von seinem Onkel, der früher einen hohen Direktorsposten in einer Bank bekleidete. Über den Neufund wurde in Italien auch in der Zeitschrift „ilMessaggero“ groß berichtet, Gerardo Vendemia schrieb dazu zudem einen ausführlichen Bericht im Vol. 56 des IBNS-Journals, der mehrmals jährlich erscheinenden Zeitschrift der International Bank Note Society. Der auf den Banknoten zu sehende Schriftzug von cartamoneta.com gehört nicht zu den Banknoten, sondern ist künstlich hinzugefügt, er verweist auf die Webseite von Gerardo Vendemia.

Im Anschluss Bilder der Vorder- und Rückseiten der Noten:

 

Von | 2018-01-09T18:19:23+00:00 9. Januar 2018|Kategorien: Neuentdeckung|Tags: , |0 Kommentare

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