Reinhold Gerstetter – Designer der zweiten Euro Serie (Europa-Serie)

Reinhold Gerstetter – Designer der Zweiten Euro-Serie

Reinhold Gerstetter wurde 1945 in Deutschland geboren und studierte Grafikdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Nach Tätigkeiten im Bereich Werbung arbeitete er von 1979 bis 2002 für die deutsche Bundesdruckerei. Als Chefdesigner entwarf er zum Beispiel die letzte Serie der Deutschen Mark Scheine vor der Euro-Einführung aber auch Banknoten und Briefmarken für einige weitere Länder. Heute ist er freiberuflich in Berlin tätig. Von der EZB bekam er den Auftrag für die Gestaltung der Euro Banknoten der zweiten Serie (ab 2013).

Eine Besonderheit seiner Euro Überarbeitung ist, dass der Euro nun wieder ein Gesicht erhielt. Neben den weiterhin vorhandenen Brücken und Toren blickt einem nun eine kleine, in das Hologramm  eingearbeitete Abbildung der mythischen Europa entgegen (daher auch die Bezeichnung als „Europa-Serie“). Grundlage für dieses Porträt war die Abbildung auf einer antiken griechischen Vase aus dem Pariser Louvre. Gerstetter wollte die Euro-Scheine bewusst lebendiger und farbiger machen. Dabei waren seinen Gestaltungsmöglichkeiten Grenzen gesetzt, denn die EZB gab vor, dass die wesentlichen Elemente der ersten Serie weiterhin bestehen bleiben müssen.

Gerstetter nahm auch bereits am Wettbewerb für die erste Euro-Serie teil, sein Entwurf basierte auf Porträts fiktiver Personen auf der einen Seite der Noten sowie idealisierten Landschaften auf der anderen. Damals setzte sich schlussendlich der Österreicher Robert Kalina durch.

Nachvollziehbar scheint seine Meinung, dass sich Menschen schwer mit Banknoten ohne Porträts identifizieren können und Gesichter auch punkto Fälschungssicherheit Vorteile haben, da Menschen eine Affinität zu Gesicherten und haben und somit kleinste Veränderungen sofort auffallen. Daher glaubt Gerstetter dass früher oder später auch Porträts bekannter Persönlichkeiten die Euro-Noten zieren werden.

Die perfekt gefälschte Banknoten ist heute lt. Gerstetter gar nicht mehr möglich, da bei der Produktion in die Banknoten maschinenlesbare Teile eingebaut werden, die nicht reproduziert werden können.

 

Von Reinhold Gerstetter entworfene Banknoten:

5 Euro 2013 Zweite Serie:

10 Euro 2014 Zweite Serie:

20 Euro 2015 Zweite Serie:

50 Euro 2017 Zweite Serie: