Geschichte der Euro Einführung

Ideen zu einer gemeinsamen europäischen Währung gab es bereits Ende der 60er Jahre. 1970 skizzierte eine Expertenkommission unter der Leitung des damaligen luxemburgischen Ministerpräsidenten Pierre Werner die Idee einer europäischen Währungsunion. Der so genannte Werner Plan sah vor bis 1980 stufenweise eine gemeinsame Wirtschafts- und Währungsunion in den damaligen EG-Ländern einzuführen. Der Plan scheiterte an den schlechten internationalen Rahmenbedingungen (Internationale Ölkrise, Zusammenbruch des Bretton Woods System) und innenpolitischen Problemen in den EG Mitgliedsstaaten.Euro Zeichen vor der Europäischen Zentralbank

1979 trafen die EG-Mitgliedsstaaten mit dem Europäischen Währungssystem (EWS) ein Übereinkommen um die Kursschwankungen zwischen den Währungen der Mitgliedsstaaten zu verringern. Die Wechselkurse der Währungen der einzelnen Länder wurden bilateral in einem bestimmten Verhältnis zueinander festgelegt. Unter- oder überschritt der tatsächliche Wechselkurs diese festgelegte Marke um mehr als 2,5 Prozent so waren die Zentralbanken der betroffenen Mitgliedsstaaten verpflichtet zu intervenieren bis der gewünschte Kurs wieder hergestellt war.
Alle 9 damaligen EG-Mitglieder mit Ausnahme Großbritanniens beteiligen sich am Europäischen Währungssystem.

1988 wurde – im Zuge der Pläne für einen gemeinsamen europäischen Markt – die Idee der Währungsunion wieder aufgegriffen. Der Europäische Rat setzte einen Ausschuss unter Vorsitz von Kommissionspräsident Jacques Delors ein, mit der Aufgabe einen Plan zur Umsetzung der Währungsunion zu erstellen. Der fertige Delors Plan sah schließlich die Schaffung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion in drei Stufen vor.

Mit den Unterschriften unter den Vertrag von Maastricht wurde – in Anlehnung an den Delors Plan – die Einführung einer gemeinsamen Währung mit spätestens 1. Jänner 1999 fixiert. Für die Teilnehmerländer wurden konkrete wirtschaftliche Bedingungen – die so genannten Konvergenzkriterien – festgelegt.

Im Dezember 1995 einigte sich der Europäische Rat in Madrid auf einen Namen für die gemeinsame Währung: „Euro“ In der engeren Auswahl standen damals auch: „Europäischer Franken“, „Europäische Krone“ und „Europäischer Gulden“.

1998 wurde die Europäische Zentralbank als Nachfolgerin des Europäischen Währungsinstituts gegründet. Im Dezember 1998 wurden die endgültigen Wechselkurse der Währungen zueinander und im Verhältnis zum Euro festgelegt.

Mit 1. Jänner 1999 war der Euro gemeinsame amtliche Währung in den Mitgliedsstaaten der Währungsunion: Die Börsen in Mailand, Paris und Frankfurt notierten in Euro, Kontoüberweisungen und Lastschriften konnten in Euro ausgestellt werden.

Mit Beginn des Jahres 2002 schließlich wurde der Euro in 12 Staaten als Bargeld in Umlauf gebracht. 2007 kam mit Slowenien ein 13. Staat dazu, 2008 folgten Zypern und Malta, 2009 die Slowakei, 2011 Estland und 2014 Lettland.